Die Idee hinter Pleaserobme.com warnt auf eine aussergewöhnliche Art und Weise vor der sehr leichtsinnigen Preisgabe vom eigenen Standort über verschiedene Internetseiten wie Social Networks oder Twitter, Google Buzz uvm. Wer hier Informationen über seinen aktuellen Standort angibt läuft die Gefahr dass Einbrecher mal ganz schnell das Zuhause ausräumen. Die Internetseite pleaserobme.com will Einbrecher in keinster Weise bei ihrer Arbeit unterstützen, sondern möchte eindringlich vor den Gefahren des Social Web und persönlichen Informationen warnen.
Das neue Projekt von den Gründern, Barry Borsboom, Frank Groeneveld, Boy van Amstel zieht sich automatisch alle Postings, die über Foursquare in die Twitter-Streams einfließen, zusammen und stellt und schickt Warnungen via Twitter an die betreffenden User zurück. Dieser Hinweis soll als “Denkanstoß” an den Sender dienen, der über seine freizügige Informationsbereitschaft nachdenken sollte. Geo-Posting-Dienste wie Foursquare oder Gowalla und Co. werden als DER Trend für 2010 proklamiert.

Was mich sehr überrascht hatte ist die Tatsache, dass Datenschützer das Projekt in keinster Weise kritisieren, sondern eher loben und dahinter stehen. In einem Interview mit Pressetext sagte Marit Hansen, stellvertretende Landesbeauftragte beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein: “Die Idee ist großartig. Gerade durch witzige Aktionen kann man Leute auf etwas aufmerksam machen. Ich halte PleaseRobMe.com für gut gemacht und denke, dass die Seite – natürlich überspitzt – sehr gut auf die Problematik hinweist”.
Es ist schon witzig: Auf der einen Seite verschließen die Leute wenn sie in den Uralub fahren, die Rolläden oder Türen doppelt oder dreifach oder lassen das Licht in einigen Zimmern brennen, aber auf der anderen Seite geben sie höchst persönliche Informationen preis deren Gefahren die Sender vormals gar nicht bewusst sind. Es ergeben sich durch die Geo-Posting-Dienste und Social Networks immense Vielfalt an Möglichkeiten aber man sollte auf jeden Fall erwägen über die öffentlichen Informationen nachzudenken und bedachter damit umzugehen.


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