Kaum ist das öffentliche Internet 20 Jahre alt (1990 wurde es für die Öffentlichkeit zugänglich), ist es zu unzureichend, zu klein, zu anfällig, und und und. Musste man sich an Wörter wie E-mail, Webadresse, Spam, Trojaner, Blog, Twittern erst gewöhnen, so gibt es ständig neue Vokabeln, die mit neuen Ideen und Problemen einhergehen.
Wie in diesem Fall der “IP-Adressmangel” oder “Distributed-Denial-of-Service-Angriffe”:
Jedem Computer ist wie ein Postkasten eine Adresse zugeordnet, damit jeder weiß, woher und wohin die Internetpost im Computernetz gehört. Das ist eine IP-Adresse. Da es inzwischen viel mehr Rechner als damals auf der Welt gibt, entsteht ein IP-Adressmangel. Damit das Internet an sich auch funktioniert, wurde bereits 1981 IPv4 (Internet Protocol Version 4) entwickelt. Es ist die technische Grundlage. Nun ist das natürlich auch schon eine Weile her und so entstand IPv6 (das Internet Protocol Version 6). Damit wurde z.B. der IP-Adressraum von 232 auf 2128 erweitert. Auch andere Neuerung gingen natürlich einher.
DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) ist dazu da, dass bei Transaktionen die Authentizität und Datenintegrität durch den Master-Server gewährleistet werden kann. Irgendwann zwischen 2010 und 2016 werden alle 2-Byte AS Number (Autonome Systemnummer), die in den Inter-Domain-Router-Protokollen verwendet werden, verbraucht sein, weshalb sie zu 4-byte AS Numbers umgestellt werden sollen.
Es wird also in jeder Hinsicht diese Umstellung nötig sein. Wie bei jeder Umstellung gehen Probleme einher (Vgl. Euro-Einführung) und auch Leute, die sich das zunutze machen wollen sind gleich zur Hand. DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) sind also eine große Gefahr. Dabei sucht der „Angreifer“ die Schwachstelle im Computersystem, knackt es, um dort z. B. ein Trojanisches Pferd zu installieren. So wird der gehackte, ferngesteuerte Rechner zum Sklaven, da von dort aus weltweit gezielt angegriffen werden kann. In kürzester Zeit kann ein ausgewähltes System in die Knie gezwungen werden. Besonders gefährdet sind Rechner mit DSL-Anschluss. Auch bei DDoS-Angriffen gibt es unterschiedliche Varianten. Virenscanner und Firewalls sind wie immer auch für den Normalnutzer extrem wichtig.
So liefern sich die Entwickler und die „Schmarotzer“ ein Kopf an Kopf Rennen. Da dies inzwischen schon sehr kompliziert geworden ist, gibt es zunehmend einen Mangel an qualifizierten Fachkräften, die sich diesen Problemen stellen, sie angehen und lösen können. Den Netzwerkgesellschaften und Serviceprovidern bereiten die konzentrierten DDoS-Angriffe, die Sicherheitsprobleme und die Umstellung auf IPv6 die größten Sorgen im kommenden Jahr.
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