Chatroulette.com, eine Mischung aus Smalltalk, Chat und bisschen Exhibitionismus ist nun auch in klassischen Medien angekommen. Entwickelt hat die Webseite ein 17-jähriger Schüler, Andrej Ternowskij, aus Russland. Von der technischen Seite her ist es eine Mischung aus Skype und Chat. Man braucht also eine Webcam, ein bisschen Exhibitionismus und Zeit. Man verbindet sich dann mit irgendeinem fremden Chat-Partner der zufällig ausgewählt wird.

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Wem der ausgewählte Chat-Partner nicht gefällt drückt einfach die F9-Taste und man kommt zum nächsten. Also eine Art chatten mit Zufallsgenerator. Einen “Zurück-Button” oder ähnliches gibt es nicht – sicherlich in der Situation wenn man den Gegenüber attraktiv findet und auf einer Wellenlänge ist und man unbeabsichtigt auf den “Next-Button” kommt ziemlich frustierend. Man wird die Person niemals wiederfinden. Aber es kommt auf jeden Fall richtig gut an: Laut Ternowskij verzeichnete die Seite täglich bis zu 1,5 Millionen Nutzer. “..Anfang November waren da 500 Besucher pro Tag und einen Monat später 50 000. Jetzt liegt Chatroulette bei fast 1,5 Millionen Nutzern.” Klar dass hier auch renommierte Firmen auf die Welle mit aufspringen möchten. Wie marketing-qui.de berichtet, hat nun Harley Davidson 4.000 USD investiert um sich auf dem Chatportal zu branden. Da die User selbst auf den “Next-Button” klicken, müssen die Firmen nur ein nettes Schildchen basteln und die Kamera konstant angeschaltet haben. Sicherlich kann man darüber streiten, ob die User von Chatroulette.com die richtige Zielgruppe für o.g. Unternehmen ist, aber einen Buzz im Web hat es auf alle Fälle erzeugt. Und für den Hype ist das eingesetzte Kapital ein Witz.
Fazit:
Chatroulette.com ist ähnlich wie Gespräche mit Fremden im Zug oder in der Kneipe. Sicherlich sind die Hemmungen im Internet um einiges geringer, da die Wahrscheinlichkeit einen real zu treffen fast gleich null sein wird. Mit knapp 20.000 Usern die gleichzeitig online sind, kommt so schnelle keine Langeweile auf. Ein deutsches Copy-Cat gibt es bereits – www.letscam.de, aber bei weitem erreicht es nicht die oben genannten User-Zahlen vom Original. Hier muss man die Idee einfach weiter beobachten – mal schauen was die Zukunft so bringt.
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