In Lebensmittel sind sie stets unerwünscht: toxische Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, sogenannte Mykotoxine. Die wichtigsten im Haus vorkommenden Schimmelpilze sind Alternaria, Aspergillus, Cladosporium und alle Penicillium – Arten. Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) wie z.B. Aflatoxine, sind eine häufige Ursache von Lebensmittelvergiftungen, wenn verschimmelte Lebensmittel verzehrt wurden. Die Wirkung von den Mykotoxinen kann akut bis chronisch sein.
Um Mykotoxine rechtzeitig zu erkennen, präsentiert das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim auf der Agritechnica 2009 drei Sensorentwicklungen, mit deren Hilfe an kritischen Stellen in der Getreideproduktionskette Schimmelpilze erkannt und somit das Risiko von Mykotoxinen reduziert werden kann. Zusammen mit Partnern aus Forschung und Industrie wurden die Sensorsysteme im Rahmen des BMBF-geförderten (Förderhöhe: 2.6 Mio. €) Verbundprojekts ProSenso.net2 entwickelt.

Bereits während der Fahrt mit dem Traktor durch das Getreidefeld erkennen die Sensoren pilzbefallene Sorten und können so von gesunden unterscheiden. Durch diese neue Technologie kann Getreide von befallenen Ähren separat geerntet werden und so einer alternativen Weiterverarbeitung wie zum Beispiel zur Biogaserzeugung zugeführt werden. Durch das Verbundprojekt und die neue Technologie ist es möglich, die Produktion von Lebensmitteln sicherer zu machen und insbesondere die Gefährdung von Mensch und Tier durch Schadstoffe weiter zu minimieren.
Bildquelle: (c) Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.


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